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Motorradtour nach Vorarlberg/ Montafon

Mein Freund Stefan und ich haben im Frühjahr eine Tour in den Vorarlberg geplant. Ich sollte eine Unterkunft in Zentraler LAge aussuchen und bin im Zentrum des Montafon gelandet.

In Tschagguns habe ich eine Pension gefunden. "Pension Stüttler"

Gebucht war schnell über die Buchungsplattform "Booking.com".

Also sind wir am 21.05.20220 los.


21.05.2022  Anreisetag.

Ich war gegen 8:00 früh bei Stefan in Edenkoben. Nach einem Kaffee gingh es los. Zunächst noch bei der benachbarten Tankstelle den Tank gefüllt und dann über die A65 Richtung Karlsruhe.

In Kandel Süd wieder von der Autobahn auf die B9 Richtung Sraßburg.

Straßburg haben wir auf einer funkel-nagel-neuen Autobahn umfahren und mußten für das kurze Stück 2,80€ Maut Zahlen.

Die Grenze haben wir bei Offenburg überschritten und sind durch das Kinzigtal Richtung Schiltach gefahren.

Über Schrammberg gelangten wir bei Rottweil wieder auf eien Autobahn (A81). Kurz vorher, bei Dunningen, haben wir eine Rast an einer Tankstelle eingelegt und den Tank wieder voll gemacht.

Auf der A81 ging es Süswärts bis zum Autobahnkreuz Hegau. Von dort dann die A98 bis Stockach, weiter über die B 31N und B31 bis zur Anschlussstelle Sigmarszell an der A 96.

Die Strecke am Bodensee entlang war sehr zäh und teilweise ging es nur im Schritttempo voran.

Was nun folgte war Autobahn bis zur Abfahrt in Bludenz-Ost.

Ab Bludenz ging es über die Bundesstraße 188 ins Montafoner Tal.

In Schruns rechts ab, den kurzen Anstieg hinauf und dann über eine sehr enge Serpentine wieder hinunter zur Pension Stüttler, im Loch 2 in Tschagguns.

Unser Ziehl für diesen Tag hatten wir erreicht.

Die Gastgeberin Irene Stüttler hat uns sehr freundlich empfangen.

Wir konnten gleich unser Zimmer belegen und auspacken.

Den Abend haben wir nach einem sehr guten Mahl, im Gasthof Löwen, auf unserem Balkon ausklingen lassen.

Rast Nähe Dunningen.

Bei einer Rast Nähe Dornbirn. Die Berge des Vorarlberges künden sich schon an. 
Kurzer Zwischenstop, um die Gesäßmuskel etwas zu entlasten.

Ankunft in Tschagguns.
Blick von unserem Balkon auf Tschagguns und ins Montafoner Tal.
Im Hintergrund Hochjoch und Zamangspitze.


Der Garten unterhalb vom Balkon.
Auf den Gipfeln liegt noch Restschnee.

Das Anwesen der Familie Stüttler. Alle Häuser gehören zur Familie, sind z.T. selbst von Familienmitgliedern bewohnt oder vermietet.
Im linken Haus ist unsere Unterkunft.


22.05.2022   1. Tag im Montafon.

Wir habe für heute eine Tour über mehrere Passe vor.Zunächst durch das Große Walserttal  zum Faschinajoch auf 1486m. Das Furkajoch war leider noch gesperrt.Dann über den Hochtannbergpass auf 1676m und zum Schluss über den Flexenpass auf 1773m ins Klostertal.Auf der Rückreis ins Montafon haben wir noch einen Abstecher nach Bartholomäberg, der Sonnenbalkon des Montafon, gemacht.

Am Faschinajoch.
Hochtannbergpass im Nebel und einsetzendem Regen.
Flexenpass im Regen.
Im Klostertal bei einer kurzen Rast.
Hier haben wir die Regenpelle wieder ausgezogen.
Bartholomäberg mit blick auf Sulzfluh und im Hintergrund Madrisa. 
Bartholomäberg und Hochjoch.

Sulzfluh links und rechts Kirchlispitzen.
Darunter das Auffangbecken des Lünersee-Kraftwerkes der Ill-Kraftwerke in Latschau.

Ganz im Hintergrund die Silvrettagruppe. 
Unsere Maschinen vor wunder schöner Bergkulisse in Bartholomäberg.. 

23.05.2022  2. Tag im Montafon.

Nach der Tour gestern lassen wir es heute etwas ruhiger angehen. Wir haben den Tip von unserer Vermieterin bekommen, das Gargellental zu besuchen. Dem Vorschlag sind wir nur zu gerne gefolgt. Die Einheimischen wissen von den schönsten Plätzen und Strecken. Die Strecke führte uns von Tschagguns das Montafoner Tal hinauf bis St.Gallenkirchen, dort zweigt das Gargellental rechts ab. Eine wunderschöne, kurvenreiche Strecke bis an den Fuß der Berge.   

Am Ende des Gargellentales.
Hinter diesen Gipfeln liegt die Schweiz. 

Rauschende Bergbäche tosen zu Tal. 
Blick ins Gargellental.

Weiter ging es Richtung Silvrerttagruppe.

Wir wußten, dass die Silvretta Hochalpenstraße noch gesperrt war, wollten aber trotzdem soweit wie möglich dort hoch fahren. Kurz hinter Patenen war dann Schluss. 

An der Mautstelle gab es kein weiterkommen. Die freundliche Mitarbeiterin an der Mautstelle erzählte uns, dass noch viele Aufräumarbeiten und Reinigungsarbeiten nach dem Winter an der Strecke zu erledigen wären und daher die Strecke, für den Privaten Verkehr, erst zu Pfingsten geöffnet werden könne.   

Hinweisschild an der Silvretta Mautstation.
Auch tierische Miarbeiter kümmern sich um die Erhaltung und Pflege der Silvretta Hochalpenstraße.
Den Chef der Truppe (den Ziegen Peter) haben wir allerdings nicht getroffen. Heidi war auch nicht zu erblicken.


Am Fuße der Silvretta Hochalpenstraße.  

Auf dem Rückweg haben wir noch ein wenig im örtlichen Laden eingekauft. 

Mir ist aufgefallen, dass bei Stefan das Fahrlicht nicht funktionierte.

Er ist dann nochmal nach Schruns zu einer Guzzi-Werkstatt gefahren, um das nachsehen zu lassen.

Er kam nach kurzer Zeit wieder. Er berichtete, dass er sehr zuvorkommend behandelt wurde. Es stellte sich heraus, dass die Chefin der Werkstatt eine Nichte unserer Vermieter war.

Den Abend ließen wir bei einem Bier auf dem Balkon unseres Zimmer ausklingen.

24.05.2022  3. Tag im Montafon

Der Tag beginnt mit regenverhangenen Bergen und leichtem Nebel.

Heute wird das nichts mit Guzzeln.

Wir legen einen Erholungstag ein. Am Nachmittag fragt uns unsere Pensionswirtin, ob wie mit auf die Maisäß kommen wollten.

Sie müsse allerdings zuerst ihren Mann fragen. Sie hätten noch was auf der Hütte zu erledigen bevor Gäste an Christi Himmelfahrt anreisen würden um dort zu nächtigen.

Wir boten natürlich unsere Mithilfe, fals diese benötigt würde, an.

Gegen 15:00 -15:30 Uhr fuhren wir mit dem geländegängigen Jeep der Familie zunächst nach Latschau zum Kraftwerk Lünersee der Ill-Kraftwerke. Leider war es noch sehr Regen verhangen, so konnten wir die Aussicht nicht genießen.

Es ging dann weiter hinauf bis zum Matschwitzerweg 10, dort in gut 1400 m Höhe lag die Maisäß-Hütte der Familie. Die Hütte ist so gut wie das ganze Jahr ausgebucht, ganz besonders im Winter. Sie liegt direkt an der Abfahrtstrecke von der Golm-Bergstation nach Latschau.

Zunächst war ein maroder Holztisch und eine dicke Bohle aus dem Weg zu räumen. Unser Hauswirt forderte zuerst seine Frau auf :  "gib den Männern mal einen Schnaps".   Darauf erwiederten wir, dass erst die Arbeit und im Anschluss das Vergnügen käme.

Die Hauswirtin zeigte uns die Räumlichkeiten und suchte eine versteckte Flasche Schnaps. Als sie diese fand, schipfte sie gar fürchterlich. " Diese Saukerle habe die Flasche fast leer getrungen, dabei habe ich sie doch soo gut versteckt",  gemeit waren Vormieter der Hütte.

Der Schnaps reicht noch für uns, den wir uns auch munden ließen.

In der Zwischenzeit hatte der Hausherr mit dem Accu-Freischneider die Zufahrt vom ca. 60cm hohen Gras befreit. Der Zulauf für das Quellwasser für den Brunnen mußte noch geöffnet und der Stromzähler muß noch abgelesen werden. Die Arbeit war so weit erledigt. Nach kurzem Genießen der Ruhe und der Aussicht, sind wir wieder über Latschau nach Tschagguns gefahren.


Der Eingang zur Maisäß-Hütte.
Frau Stüttler beim wuseln.
Die Küche in der Hütte.
Schlafgelegenheit.
Noch eine Schlafgelegenheit.
Blick von der Hütte zum Stausee in Latschau.
Der Chef des Hauses Stüttler mit Stefan.

Die Hütte ist eingerichtet für bis zu 9 Personen.


Ein nasser, aber trotzdem schöner Tag ging zu Ende.

25.05.2022  4.Tag im Montafon.

In der Nacht hat es ordentlich geregnet. Die Straßen sind zwar abgetrocknet, aber es schaut nach weiterem Regen aus.

Unsere Vermieter haben uns das Brandnertal ans Herz gelegt.

Zunächst sind wir nach Latschau zum Auffangbecken des Lünersee Kraftwerkes gefahren. Dort soll es ein Besucherzentrum geben.

Dort oben angekommen haben wir festgestellt, dass wir einen Tag zu früh dran sind. Das Zentrum und die Golm-Bergbahn machen erst an Christi Himmelfahrt auf. An diesem Tag waren noch Wartungsarbeiten und Probeläufe der Bergbahn von Nöten.

Wir sind dann vom Kraftwerk Lünersee ins Brandnertal bei Bludenz gefahren. Durch Bürs und an Bürserberg vorbei bis nach Brand und weiter bis zum Ende des Tales. Dort standen wir vor der Seilbahn zum Lünersee. Die Straße endet dort und es geht nur noch über Steile Felswände oder mit der Seilbahn weiter. Oberhalb der Seilbahnstation befindet sich die Staumauer vom Lünersee. Da die Bergstation im Nebel lag haben wir auf einen Auffahrt nach oben verzichtet und haben uns am Restschnee verewigt.


Latschau.

Auffangbecken des Lünersee-Krafwerkes in Latschau.
Im Hintergrund die Station der Golm Bergbahn.
An der Golm Bergbahn.
Da geht es hoch.

Brandnertal.

Parkplatz am Lünersee im Brandnertal.
Da geht es nur noch zu Füß weiter.
Stefan auf 1560m im Schnee, am Fuße des Lünersee-Staumauer.
Meinen Arschabdruck habe ich auch im Schnee hinterlassen.
Da oben ist die Staumauer des Lünersee's.
Übersichtskarte am Lünersee.

Auf dem Rückweg sind wir dann noch nach Schruns gefahren und in einem Kaffee eingekehrt. Das Münster haben wir besucht und im Anschluss das Heimatmuseum.

Auf dem Rückweg aus dem Brandnertal.
Stefan vor einer Kapelle im Brandnertal.
Münster in Schruns.
Heimatmuseum in Schruns.

26.05.2022  5. Tag im Montafon  Christi Himmelfahrt.

Heute soll das Wetter wieder sonnig werden. Wir haben vor einige Pässe noch zu erklimmen.

Arlberg-Pass, Hahntennjoch und nochmal Flexenpass.

Zunächst sind wir über die Autobahn -mautpflichtige S 16 nach Langen am Arlberg gefahren. Von dort über Stuben auf den Arlber-Pass. Obligatzoerische Beweisfotos wurden gemacht.

Auf der anderen Seite hinunter nach St.Anton am Arlberg, um wieder auf die mautpflichtige S 16 zu gelangen.

An Landeck vorbei, haben wir bei Imst diese Straße verlassen und sind zum Aufstieg zum Hahntennjoch gefahren.

Das Hahntennjoch ist für Motorräder mit einem Standgeräuschpegel von 95 dB und mehr gesperrt. Auf dem Joch einen Cappuccino genossen um auf der anderen Seite ins Lechtal zu gelangen. Am Ende der Straße im Lechtal wurden wir von der Polizei kontrolliert. Keine allgemeine Verkehrskontrolle, sondern eine Lärmkontrolle. Anhand der Fahrzeugpapiere wurde der Standgeräuschpegel ermittelt, Wenn dieser Wert bei 95 dB und mehr lag, gibt es ein Bußgeld. Unsere Maschinen liegen gut unter diesem Pegel.

Nach einer TÜV-Stepel -und Reifenprofil -Kontrolle, durften wir wieder weiter fahren. 

Durch das Lechtal sind wir nach Warth gefahren. Eine kurze Pause eingelegt und dann weiter nach Lech am Arlberg.

Eine Kaffeepause eingelegt und über den Flexenpass wieder nach Stuben am Arlberg. Von dort ging es wieder über Bludenz in's Montafoner Tal.

Auf dem Arlberg-Pass.
Auf dem Hahntennjoch in 1894 m Seehöhe.
In Warth bei einer kurzen Rast.
Nochmal am Flexenpass, dieses mal bei Sonnenschein.
Am Abend sah es aus, als würde die Sonne die Berge küssen.

27.05.2022  6. Tag im Montafon.

Einen Tag vor unserer Abreise wollen wir nochmal einen Relax-Tag einlegen und uns einfach nur erholen.

Am Nachmittag hatt uns unser Vermieter gefragt, ob wir mit auf die andere Hütte der Familie, oberhalb von Bartholomäberg fahren würden. Die Familie hat dort, nur für die private Nutzung, vor einigen Jahren eine Hütte mit Grundstück und auch etwas Wald erworben. 

Die Hütte liegt auf gut 1400 m Seehöhe. Man hat einen wunderbaren Ausblich auf Schruns und auch auf Tschagguns.

Das ist die Hütte oberhalb von Bartholomäberg.
Stefan und Herr Stüttler vor der Hütte.
Und hier vor grandioser Bergkulisse.

Blick ins Silbertal.
Schnee verhangene Berge Ende Mai.
Durch die Wiese fotografiert.
Bergblumen in der Wiese.
Blick von der Hütte Richtung Latschau und Schweiz.

Am Abend waren wir dann in der örtlichen Pizzeria und im Anschluss haben wir schon mal, für die Heimreise unsere Koffer gepackt, mit dem was wir für die Nacht und am nächsten Tag nich brauchten.

28.05.2022  7. Tag im Montafon.

Heute ist Abreisetag.  Nach dem Frühstück haben wir uns bei unseren Gastgebern herzlich verabschiedet. Wir waren eine Woche bei ihnen zu Gast und haben uns sehr wohl gefühlt. Noch ein Foto von den beiden Herrschaften gemacht und dann ging es los.

Wir sind die gleiche Strecke wie auf dem Hinweg auch wieder zurück gefahren. Die Strecke am Bodensee entlang hat sich sehr gezogen. Teilweise ging es nur im Schritttempo voran.

Die Hügel im Schwarzwald waren schon erschreckend niedrig, im Vergleich zu den Bergen im Montafon.

Einen Tankstop kurz vor Offenburg eingelegt und zwei Stunden Später waren wir in Edenkoben. Nach einem Kaffe und einem Stück Kuchen bei Stefan zu Hause, war ich eine Stunde später auch zu Hause.


Resümee:

Alles in allem eine sehr gelungene Tour, auch wenn die Silvretta-Hochalpenstraße und das Furkajoch nicht offen und somit nicht befahrbar waren. Wir haben allerdings einige Pässe beweltigen können. 

Wir hatte sehr nette Gastgeber, ohne deren Tips wir das Gargellental und das Brandnertal wohl nicht erkundet hätten.

An dieser Stellen nochmals an das Ehepaar Stüttler einen sehr herzlichen Dank für die Gastfreundschaft.


Abschiedsfoto von Irene und Wernfried Stüttler.